Provence
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Sonnenuntergang im Luberon |
Die Provence
Das was man historisch als Provence bezeichnet und das was unter diesem Namen als Weingebiet zusammengefasst wird, ist nicht wirklich deckungsgleich. Dazu kommt, daß im Sprachgebrauch häufig Weine der Côte d'Azur ebenfalls zu den Provenceweinen gerechnet werden.
Wenn man die Rhône als Nord-Süd-Achse nimmt, dann reicht das Gebiet der sog. Rhône-Weine bis nach Tavel und Lirac im Süden von Avignon. Im Anschluss daran kommen die Weine der Provence: Les Baux-de-Provence und Aix-en-Provence. Weiter im Osten liegt dann das große Gebiet der Côtes de Provence mit seinen Roséweinen, viel Massenwein aber auch einigen guten Weingütern. Relativ kleine Enklaven stellen die AOC-Weine von Cassis und Bandol dar. Bandol liefert langlebige Rotweine aus der Mourvédre-Traube, die im Alter leicht mit guten Bordeauxweinen verwechselt werden können. Cassis liefert einen schönen goldgelben Weißwein, der sehr gut mit den kräftigen Fischgerichten der Küste harmoniert. In beiden Gebieten wird auch etwas Rosé produziert, wobei die Rosés von Bandol sehr ernst zu nehmende, große Weine sein können. Anders als man vielleicht annimmt sind die Jahrgangsschwankungen bei den Provenceweinen nicht unerheblich, insbesondere bei den Rotweinen. Man muß sich jedoch vergegenwärtigen, daß das Klima der Provence durchaus seine Extreme hat: Große Hitze und Trockenheit im Sommer, dazu starke Mistralwinde und - je nach Lage der Weinberge - durchaus auch Kälte im Winter. Dies prägt die Weine nicht unerheblich.

